Recht

Hier finden Sie die aktuelle Beihilfeverordnung:
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Pflegeberatung für gesetzlich und privat Versicherte
 
Zum Preis des langen Lebens gehört für immer mehr Menschen die Pflegebedürftigkeit. Anfang dieses Jahres gab das Stat. Bundesamt die Zahl der Pflegebedürftigen für 2015 bekannt. Es waren 2,86 Millionen Menschen. Nach der Modellrechnung des Wiesbadener Amtes ist bis 2030 ein Anstieg auf 3,4 Millionen zu erwarten. Unfälle und schwere Erkrankungen können schon in jüngeren Jahren zur Pflegebedürftigkeit führen. In 2015waren knapp über 6 % unter 60 Jahre alt
Diese Zahlen verdeutlichen, dass es Sinn macht, über die Möglichkeiten einer Pflegeberatung, unabhängig vom aktuellen Bedarf, Bescheid zu wissen. Für Versicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung wurden zur wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung „Pflegestützpunkte“ auf Landkreisebene eingerichtet. Die angebotenen Beratungsleistungen reichen von Informationen über regionale Unterstützungsangebote über Auskünfte zu rechtlichen und finanziellen Fragestellungen sowie der Bereitstellung von Antragsformularen bis zur Aufklärung über Prävention und Rehabilitation Die Erreichbarkeit ist über das zuständige Landratsam (Sozialdezernat) zu erfragen oder online unter bw.pflegestuetzpunkte.de abzurufen.
Für alle Mitglieder einer privaten Pflegeversicherung steht bundesweit kostenlos die Compass Pflegeberatung zur Verfügung. Compass wurde vom Verband der Privaten Krankenversicherung gegründet. Informationen können bereits im Vorfeld von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit in Anspruch genommen werden. Bei einem zu erwartenden oder dem Eintritt eines Pflegefalls steht Compass für die Beratung sowohl von Pflegebedürftigen, als auch deren Angehörigen und Betreuern zur Verfügung. Sie erfolgt durch geschulte Fachkräfte, abhängig von der Fragestellung, telefonisch oder durch einen Besuch zu Hause. Zu den Beratungsthemen gehören bereits Fragen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit, der Einstufung in Pflegegrade und die Klärung ambulanter, teilstationärer oder ambulanter Versorgungsformen bis zu den Leistungen aus der Pflegeversicherung und der Beihilfe. Der Kontakt zur Compass Pflegeberatung kann per Telefon 0800 101 88 00 (im Festnetz kostenlos) Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr, am Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr, mittels des im Internet unter www.compass-pflegeberatung.de/Ihr-pflegeberater/am-telefon oder durch E-Mail info@compass-pflegeberatung.de hergestellt werden. Fragen über das Formular werden, nach Angaben von Compass, innerhalb von 24 Stunden bearbeitet oder durch Rückruf die Fragen erörtert und ggf. die zuständige Beratungsperson vermittelt.
Pflegebedürftigkeit, Pflegegrad, Beginn / Art der Pflege werden von der sozialen oder von der privaten Pflegeversicherung festgestellt. Die Begutachtung erfolgt durch den MDK für sozial Pflegeversicherte und von der MEDICPROOF GmbH für privat Pflegeversicherte. Dort sind die Anträge zu stellen. Die Beihilfestellen sind an die Einstufung der Begutachter gebunden.
                                                                                       Prof. Rudolf Forcher, VdV-Seniorenvertreter


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