Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald

Christoph Zachow

Kreisverbandsvorsitzender:
Christoph Zachow, Bürgermeister
christoph-zachow@heitersheim.de

Nächste Kreisversammlung:
2026

Kreisversammlung 2025

Am 13.11.2025 lud VdV-Kreisvorsitzender Christoph Zachow zur Kreisversammlung auf die Feuerwehrübungsanlage (füba) im interkommunalen Gewerbepark Breisgau in Eschbach ein. Vor der eigentlichen Versammlung erhielten die Mitglieder eine Führung über die füba durch den stellvertretenden Leiter des Fachbereichs Brand- und Bevölkerungsschutz beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Lucas Kimmi. Die füba wurde mit finanzieller Unterstützung des Landes durch den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und die Stadt Freiburg errichtet und 2021 eingeweiht. Sie ist in Baden-Württemberg einmalig und bietet den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen aus der Stadt Freiburg, dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und den weiteren angrenzenden Landkreisen optimale und absolut realitätsnahe Ausbildungsmöglichkeiten. Ausgebildet werden kann dort fast das gesamte Einsatzspektrum der Feuerwehr, u. a. Atemschutz, Brandbekämpfung inkl. Heißausbildung, Absturzsicherung, Retten aus Höhen und Tiefen, Maschinist für Hubrettungsfahrzeuge/Drehleitern, anlagentechnischer Brandschutz, Führungskräftefortbildung, Technische Hilfeleistung bei PKW-, LKW-, Bus- und Bahnunfällen, Gefahrguteinsätze u. v. m.Die füba stellt damit einen Quantensprung in der Feuerwehrausbildung dar und trägt zur erfolgreichen und unfallfreien Bewältigung der Einsätze in der Raumschaft bei. Die eigentliche Kreisversammlung konnte im Anschluss im Schulungsraum der füba durchgeführt werden. Kreisvorsitzender Christoph Zachow begrüßte hierzu nochmal offiziell die erschienenen Mitglieder und Verbandsgeschäftsführer Tilman Schmidt. Von den Jubilaren konnte dieses Jahr leider niemand teilnehmen. Für langjährige Mitgliedschaft geehrt worden wären Ulrike Dippmann (25 Jahre), Gerhard Kiechle und Leander Rieckmann (jeweils 60 Jahre) und Willy Hornstein (70 Jahre).Christoph Zachow und Tilman Schmidt konnten von einer erfreulichen Mitgliederentwicklung des Kreisverbandes seit der letzten Kreisversammlung im Juni 2024 berichten. Die Werbeaktionen des VdV an den beiden Verwaltungshochschulen schlugen sich wieder positiv nieder. Verbandsgeschäftsführer Tilman Schmidt berichtete anschließend über die aktuellen verbandspolitischen Themen, von denen es zurzeit wahrlich genug gibt.Seit dem Sommer ist in den Medien immer wieder ein „Beamten-Bashing“ wahrzunehmen, auch von Mitgliedern der Regierungsfraktionen im Bund. Das Berufsbeamtentum steht zunehmend in der Kritik und hat offensichtlich in der Bundesregierung kaum Unterstützer. Dabei soll die Kritik offensichtlich von den eigentlichen Problemen, insbesondere der gesetzlichen Rentenversicherung und der gesetzlichen Krankversicherung (Einbezug von Beamten?), ablenken. Bei genauer Betrachtung löst eine Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Sozialversicherung deren Probleme aber nicht einmal ansatzweise, insbesondere, weil dadurch natürlich auch neue Leistungsansprüche für diese Berufsgruppe entstehen. Leider wird dies in der Öffentlichkeit auf Grund der Komplexität des Themas oft nur verkürzt dargestellt, ein Vergleich zwischen Beamten und Angestellten ist auch nur sehr schwer möglich. Zudem gilt es beispielsweise in einer finalen Betrachtung auch zu berücksichtigen, dass es einen hohen jährlichen Bundeszuschuss aus Steuermitteln (die auch von Beamten bezahlt wurden) für die gesetzliche Krankenversicherung gibt, die private Krankenversicherung sich aber ausschließlich durch Beiträge der Versicherten finanzieren muss. Außerdem ist der Beamtenstatus nachweislich ein wichtiges Kriterium zur Gewinnung von qualifizierten Fachkräften. In Baden-Württemberg steht aber nun zunächst die Landtagswahl vor der Tür und seit der Föderalismusreform liegt die Gesetzgebungskompetenz für das Beamtenrecht weitgehend bei den Ländern. Vom VdV werden im Vorfeld der Wahl wieder Wahlprüfsteine an die Parteien gerichtet.Eine Abschaffung der Kostendämpfungspauschale konnte, trotz des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. März 2023, bisher nicht erreicht werden. Der BBW unterstützt hier seine Mitglieder bei Musterklagen.Zum 01.01.2026 wird es inhaltliche Änderungen in der Beihilfeverordnung geben. Für Zahnimplantate wird beispielsweise ein Selbstbehalt von 25 % eingeführt. Dagegen entfällt eine bisherige Kürzung bei psychotherapeutischen Leistungen. Deutlich verbessert haben sich die Bearbeitungszeiten von Beihilfeanträgen beim LBV und beim KVBW. Ein Großteil der Anträge wird zwischenzeitlich rein digital verarbeitet.Auch dieses Jahr hat sich bei der vom Verband geforderten Reduzierung der 41-Stunden-Woche auf Seiten des Landes wieder nichts getan. Mit 41 Stunden haben die Baden-Württembergischen Beamtinnen und Beamten weiter mit die höchste Wochenarbeitszeit im Bundesvergleich. In Zeiten von Fachkräftemangel, 4-Tage-Woche und Work-Life-Balance passt dies jedoch überhaupt nicht mehr in die heutige Zeit und schreckt viele potenzielle Bewerberinnen und Bewerber von einer Beamtenlaufbahn ab.Die von der Landesregierung lange versprochene Einführung eines Lebens­arbeitszeitkontos ist leider auch noch nicht erfolgt. Der entsprechende Gesetzesentwurf lässt weiter auf sich warten.Erfreulich ist, dass 2025 die Studienplätze an den beiden Hochschulen Kehl und Ludwigsburg nochmals erhöht werden konnten, von 800 auf insgesamt 900. Langfristig sieht die Planung der Landesregierung vor, die Studienplätze auf 1.000 pro Jahr aufzustocken, was auch vom VdV und den drei kommunalen Landesverbänden unterstützt wird.Aktuell stehen nun die Tarifverhandlungen für den TV-L an, die auch maßgeblich für die Beamtinnen und Beamten in Baden-Württemberg sind. Die Kreisversammlung endete mit einer kurzen Aussprache über verschiedene Themen. Kreisvorsitzender Christoph Zachow bedankte sich für das Interesse und Erscheinen der Mitglieder und bei Verbandsgeschäftsführer Tilman Schmidt für sein Kommen.
 


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