Kreisverband Enzkreis

Karlheinz Schühle

Kreisverbandsvorsitzender:
Karlheinz Schühle
schudoka@online.de

Nächste Kreisversammlung:
Donnerstag, 31. Oktober 2019
15:30 Uhr Führung/Besichtigung Fa. C. Hafner GmbH  & Co. KG,
Gold- und Silberscheideanstalt in Wimsheim, Maybachstr. 4
18:00 Uhr Kreisversammlung im Nebenzimmer des Restaurants Widmann,
Austraße 48 in Wimsheim

Kreisversammlung 2018

Im Mittelpunkt der turnusmäßigen Kreisversammlung in Wiernsheim standen dieser Tage wieder hochkarätige Ehrungen langjähriger Verbandsmitglieder. Kreisvorsitzender Bürgermeister a. D. Karlheinz Schühle konnte zusammen mit dem Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch den früheren Neuenbürger Bürgermeister Theo Schaubel für 60-jährige Verbandszugehörigkeit mit der Überreichung von Ehrenurkunde und goldener Ehrennadel sowie einem Weinpräsent auszuzeichnen. Sogar 70 Jahre lang gehört Gerhard Knapp, früherer OB von Mühlacker, dem Verband an. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, wird ihm Karlheinz Schühle die Ehrung zu Hause überreichen. Jeweils für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden die beiden früheren Amtsleiter im Landratsamt sowie bei der Stadt Mühlacker, Jörg Gilon und Gottfried Kautter ausgezeichnet, während Susanne Hopfinger, Sabine Kranzl und Stefanie Schäuffele für 25-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber erhielten.
In seinem Rechenschaftsbericht rief Karlheinz Schühle zuvor die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres nochmals kurz in Erinnerung und zeigte sich auch erfreut über die positive Mitgliederentwicklung. Dem Kreisverband gehören demnach 186 (im Vorjahr waren es noch 170) Beamtinnen und Beamte des gehobenen und des mittleren Dienstes an, davon sind immerhin 80 (Vorjahr: 69) weiblich. Erfreulich sei auch die Entwicklung im Landesverband selbst, der sich ebenfalls deutlich vergrößerte.
Trotzdem, so bedauerte Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch gegenüber den rund 20 anwesenden Kolleginnen und Kollegen, würde die Arbeit der Beamten in der Landespolitik nicht gewürdigt. Dies ändere sich jetzt allerdings zunehmend, zumal das früher übliche schlecht reden, insbesondere beim grünen Teil der neuen Landesregierung, jetzt auch gravierende Nachwuchsprobleme nach sich ziehe. „Doch der Neidkomplex“, so Gentsch, „sei nach wie vor hoch.“ In seinem Kurzreferat über aktuelle berufspolitische Themen zeigte sich der frühere Bürgermeister von Oberkochen mit der Landesregierung nicht immer zufrieden. Früher sei die Grundeinstellung der Politik gegenüber dem Berufsbeamtentum besser gewesen als heute. Immerhin seien jetzt früher verordnete Nachteile in der Besoldung zum Teil zurückgenommen worden, doch würden die unteren Besoldungsgruppen im mittleren Dienst (beispielsweise nannte er hier die Justizvollzugsbeamten) zum Teil immer noch weniger bekommen als Harz IV-Empfänger. Ein Ärgernis sei nach wie vor die nicht zeitgleiche Übertragung der Tariferhöhungen. Die Beamten müssten hier gegenüber den Tarifbeschäftigten drei bis sechs Monate länger warten. Hier sei auch die CDU trotz gegenteiliger Bekundungen umgefallen. „Unserem Verband“, so Gentsch abschließend „geht die Arbeit auch in der Zukunft nicht aus, wir stehen parat.“
Ohne Ergebnis blieben hingegen die auf der Tagesordnung stehenden Neuwahlen der Kreisführung. Nachdem sich aus der Versammlung heraus keine Kandidaten fanden, erklärten sich die bisherigen Amtsinhaber Karlheinz Schühle (Vorsitzender), Renate Müller (stellvertretende Vorsitzende) und Rudolf Haller (Ersatzvertreter) zu einer Verlängerung für ein Jahr bereit. Bis zur nächsten Kreisversammlung, so zeigte sich Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch zuversichtlich, wolle er neue Kandidaten rekrutieren.
Etliche Kolleginnen und Kollegen hatten vor der Kreisversammlung auch das Angebot gerne angenommen, die Adler-Brauerei in Wiernsheim zu besichtigen. Weitestgehend noch nach alter handwerklicher Tradition werden hier im reinen Familienbetrieb (dem wohl noch einzigen im ganzen Land) vom Inhaber-Ehepaar Roland Volk und Ramona Jentzsch-Volk zusammen mit Sohn Leopold (allesamt Braumeister) etliche Sorten Bier hergestellt. Der Betrieb, so Robert und Leopold Volk bei ihrer eindrucksvollen Führung durch die teilweise historischen Räumlichkeiten der Brauerei, bestehe seit dem Jahre 1865 und befinde sich seit jetzt fünf Generationen im Familienbesitz. Natürlich durften sich die Verwaltungsbeamten beim einen oder anderen Gläschen auch von der Bekömmlichkeit des Gerstensaftes überzeugen.

Jubilarehrung im Kreisverband Enzkreis


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