Kreisverband Enzkreis

Andreas Felchle

Kreisverbandsvorsitzender:
Andreas Felchle, Bürgermeister a. D.
andreas.felchle@wlsb.de

Nächste Kreisversammlung:
2026

Kreisversammlung 2025

22 VdV-Mitglieder konnte Kreisvorsitzender Andreas Felchle zur Versammlung am 27. November 2025 in Maulbronn begrüßen – immerhin zehn Prozent der 220 Frauen und Männer, die im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim dem Verband der Verwaltungsbeamten in Baden-Württemberg angehören.
Dass die „Klosterstadt“ relativ bald nach 2021 erneut Ausrichtungsort war, hatte nichts mit Felchles dortigen rund 31 Schultes-Jahren zu tun  – bzw. höchstens insofern, als ihn das seit 1992 mit der wohl wichtigsten Einrichtung Maulbronns nach dem UNESCO-Welterbe-Kloster in Kontakt brachte: Dem Kinderzentrum Maulbronn.
Dort nämlich trafen sich die Versammlungsteilnehmer zu einem Rundgang und zu Informationen über Entstehen, Entwicklung und Bedeutung der „Spezialklinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie“. Kundige Begleiter waren Geschäftsführer Dirk Berner und Andreas Felchle in seiner Funktion als Vorsitzender des Trägervereins Kinderzentrum Maulbronn e. V.
Das Kinderzentrum, kurz KIZE, ist eines der größten und führenden Spezial-Kinderkrankenhäuser in Deutschland. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche werden pro Jahr wochen-, teilweise monatelang betreut. Die Kleinen zumeist auf einer „Eltern/Kind-Station“, in der oft ganze Familien untergebracht sind, um den Therapieweg der Gehandicapten zu begleiten und selbst zu erfahren, wie „Therapie zuhause“ funktionieren kann. Die Älteren wohnen auf einer „Jugend-Station“.
Für die kleinen Kinder gibt es einen klinikeigenen Kindergarten, alle Schulpflichtigen – von 6 bis 18 Jahren, vom Grundschüler bis zum Gymnasiasten – gehen auf die „Christophorusschule“ im Haus, eine kleine, aber feine Privatschule umfassendster Inklusion – vom Förderschüler bis zum Abiturienten.
Jährlich zehntausende Kontakte haben die KIZE-Ärzte, -Psychologen, -Therapeuten und das Pflegepersonal mit Ambulanz-Patienten – insbesondere Verhaltensauffälligkeiten und -störungen bedürfen zumeist keiner stationären Behandlung.
Alle Patienten haben im KIZE ein umfassendes Bewegungs- und Sporttherapie-Angebot – vom Therapie-Hallenbad über Sporthalle und Bewegungsräume bis hin zum Open-Air-Therapiepark.
Der Trägerverein hat in den zurückliegenden gut zehn Jahren rund 45 Millionen Euro in die Erweiterung und grundlegende Sanierung der Klinik investiert. Die hierfür erforderlichen Mittel stammen aus Landes-Zuweisungen, nicht zuletzt aber auch aus Spenden im siebenstelligen Bereich, die aus Erträgen des KIZE-Fördervereins „Christophorushilfe Maulbronn e. V.“ und der Dietmar-Hopp-Stiftung zuflossen und aus Mitteln des Enzkreises und der Stadt Maulbronn, die nicht als Mit-Gesellschafter der Klinik gGmbH Zuschüsse leisten mussten, sondern als Begünstigte des KIZE „freiwillige Geschenke“ machten.
Das Kinderzentrum Maulbronn ist heute mit rund 270 Beschäftigten der größte Arbeitgeber Maulbronns; es ist ein hervorragendes Alleinstellungsmerkmal für beide kommunalen Ebenen – und vor allem ist es ein wunderbarer Ort großartiger Hilfe und Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg mit geistigen oder/und körperlichen Handicaps und deren Familien.
Als das Spezialklinikum 1979 seinen segensreichen Dienst aufnahm, konnte keiner erahnen, welche qualitativ und quantitativ sensationelle Entwicklung es im Laufe der zurückliegenden gut 45 Jahre genommen hat. Dies erst recht, nachdem inzwischen auch die Tagesklinik „InTakt“ in Pforzheim Teil der Holding „DZKS gGmbH“ ist, welche 2025 gegründet wurde nach Übernahme der Trägerschaft für die Kinderklinik Schömberg.
Die VdV-Mitglieder aus dem Enzkreis und aus Pforzheim zeigten sich höchst beeindruckt.
Und VdV-Geschäftsführer Tilman Schmidt, einmal mehr engagierter Teilnehmer an der Kreisversammlung, kündigte spontan eine Spende des VdV zugunsten der „Christophorushilfe“ an!
Nach rund 90 Minuten zog die Versammlung weiter in das Restaurant „Waldgaststätte“.
Dort eröffnete Kreisvorsitzender Felchle den formellen Teil der Versammlung mit grüßenden Worten und seinem Bericht.
Er habe dank der guten Arbeit im VdV-Vorstand und auf der Geschäftsstelle „wenig Gschäft“. Im Wesentlichen beschränke sie sich auf die Organisation der jährlichen Kreisversammlung, die Teilnahme an der Kreisvorsitzenden-Konferenz und auf das Schreiben und den Versand der Geburtstagsgrüße – eine Art „Basis-Mitgliederbetreuung“ in einem Verband, der von Stuttgart aus hochwichtige Informations-, Unterstützungs- und nicht zuletzt Lobby-Arbeit leiste.
Im Vorgriff auf die Ausführungen von Geschäftsführer Schmidt ging Felchle grundsätzlich auf den hohen Druck ein, der auf dem Berufsbeamtentum laste – u. a. ausgelöst durch die in der Tat immer komplizierter werdenden Herausforderungen für das Sozialversicherungssystem, durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, nicht zuletzt durch „beinahe traditionellen“ Neid auf vermeintlich Privilegierte. Die für das deutsche Staatswesen so erfolgreiche „Erfindung“ des Berufsbeamten werde immer weniger verstanden – leider auch von politisch Verantwortlichen. Für Beamte günstig ausfallende Gerichtsurteile aus Karlsruhe hätten, so Andreas Felchle, nichts mit „anwaltlicher Vertretung“ durch Richter oder gar „Eigennutz“ zu tun, sondern beruhten auf dem Schutz des Beamtentums durch die Verfassung. „Ich möchte mir nicht vorstellen“, so Felchle, „in welchem Zustand unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung wäre in Zeiten, in denen mindestens eine rechtsradikale Partei immer offener und aggressiver einen anderen Staat anstrebt, ohne uns, die unseren Dienstherren verpflichteten Beamten!“ Es genüge ein Blick in die USA, wo ein „völlig durchgeknallter Autokrat“ binnen eines knappen Jahres den Rechtsstaat ausgehebelt habe, die Presse- und Meinungsfreiheit unter üblen Druck setze und politisch Andersdenkende, zum Beispiel die Bürgermeister demokratisch geführter Städte, mit anmaßender Militärpolizei-Gewalt überziehe.

Ein weitaus erfreulicherer Tagesordnungspunkt schloss sich an:
VdV-Geschäftsführer Tilman Schmidt und Andreas Felchle durften sieben Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft auszeichnen. Eine Ehrung, so Felchle, sei mindestens Dreierlei zugleich: Dank für solidarisches Mitmachen, Herausstreichen einer Vorbild-Eigenschaft für viele andere und Aufforderung, weiter mit an Bord zu bleiben!
Leider nicht anwesend sein konnte Kreisamtfrau Manuela Beckmann aus Pforzheim, die dem VdV seit 25 Jahren angehört.
Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft erfuhren Ingo Baumann und für 50 Jahre Rainer Altstadt.
Schon seit überaus stolzen 60 Jahren sind Rudolf Haller, Peter Laible und Helmut Sickmüller Mitglieder der großen VdV-Familie.
Ein wahrer Höhepunkt schließlich Wilhelm Eberhardt, der auf 70 Jahre Zugehörigkeit im VdV zurückblickt.
Bevor Tilman Schmidt seinen wie immer hochinteressanten und -aktuellen Bericht aus Berufspolitik und Verband erstattete, waren nach vier Jahren Amtszeit noch die Wahlen des Kreisvorsitzenden und seiner Stellvertreterin abzuhalten. Unter Wahlleitung des VdV-Geschäftsführers wurden Vorsitzender Andreas Felchle und die Stellvertretende Vorsitzende Erika Fischer jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Der wiedergewählte Kreisvorsitzende schloss die gut verlaufene Kreisversammlung 2025 mit der „eidesstattlichen Versicherung“, sich 2026 im westlichen Enzkreis wiederzutreffen …


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