Kreisverband Ostalbkreis

Walter Weber

Kreisverbandsvorsitzender:
Lars Freytag
lars.freytag@jagstzell.de

Nächste Kreisversammlung:
2020

Kreisversammlung 2018

Im Vorfeld der diesjährigen Kreisversammlung des Verbands der Verwaltungsbeamten (VdV) hatte der Kreisverband Ostalbkreis die einmalige Möglichkeit, die Lernfabrik 4.0 - smart factory an der Technischen Schule in Aalen zu besichtigen.
Nach Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Lars Freytag informierte Herr OStD Vitus Riek, Schulleiter der Technischen Schule Aalen, dass auf dem Schulcampus momentan 6.000 Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die digitale Zukunft vorbereitet werden.
Der digitale Wandel vollzieht sich rasant. 1983 gab es den ersten PC und heute werden die Weichen für eine zeitnahe individuelle Produktion gestellt. Was das Handwerk schon immer gemacht hat, wie
z. B. einen Maßanzug zu schneidern, macht sich nun auch die Industrie zu Eigen.
Als erstes Bundesland hat das Land Baden-Württemberg eine Offensive gestartet und unter dem Begriff Industrie 4.0 ein Leuchtturmprojekt entwickelt, damit die Digitalisierung in der stark mittelständisch geprägten Wirtschaft des Landes rasch und kompetent umgesetzt werden kann. Industrie 4.0 ist vor allem zur Stärkung der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche gedacht. Ziel ist es, ein Know-how aufzubauen, das die Digitalisierung der Produktion ermöglicht. Wirtschaftliche Möglichkeiten, wie die Automatisierung für immer kleinere Serien, industrialisierte Produktion, verbesserte Auslastung der Produktionsanlagen, Selbstorganisation vernetzter Produktionseinrichtungen ergeben sich unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette. Sie ermöglichen ein Reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen und bieten neue gesellschaftliche Möglichkeiten (demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Umwelt- und Ressourcenbewusstsein). Der Ostalbkreis sah es als Chance und Grundlage für den zukünftigen Erfolg sich der Entwicklung von Industrie 4.0 anzuschließen. Vor allem Jugendliche, Auszubildende aber auch die Wirtschaft werden davon profitieren.
Durch die smart factory 4.0 soll ein Wissenstransfer über die Beruflichen Schulen in die regionalen Betriebe erfolgen.
OStD Riek teilte mit, dass für die Umsetzung der smart factory 4.0 insgesamt Kosten in Höhe von 1,2 Mio € angefallen sind. 500.000 € hat das Land, 500.000 € der Ostalbkreis und 120.000 € die regionale Wirtschaft getragen.
Schulleiter Riek begrüßte es, dass junge Leute heute motiviert und ohne Ängste die neuen Aufgaben angehen. „Nichts ist stabil, alles ist in Bewegung“.
Herr StD Raphael Hörner, Fachberater für Industrie 4.0 für das Regierungspräsidium Stuttgart, erläuterte danach die einzelnen Produktionsschritte der smart factory 4.0. Er wies darauf hin, dass auch individuelle Änderungen im Produktionsprozess möglich sind und sich die einzelnen Stationen auch selber überwachen. Zudem ging er auch auf die vorausschauende Instandhaltung der Anlage ein um den Idealzustand einen möglichen Anlagenstillstand zu reduzieren. Es gilt vom linearen Denken hin zum kreativen Denken zu kommen.
Durch die smart factory 4.0 sollen jungen Menschen die Grundlagen der digitalen, individuellen Produktion und der anwendungsnahen Prozesse im Aufbau und der Ausstattung mit industriellen Automatisierungslösungen ermöglicht werden.
 
Zur der sich dann anschließenden Kreisversammlung konnte der Kreisvorsitzende Lars Freytag zahlreiche Mitglieder sowie den Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch begrüßen.
Harald Gentsch referierte über aktuelle berufspolitische Themen. Dabei ging er im Zusammenhang mit der amtsangemessene Alimentation auch auf die nicht vergessene Forderung des VdV ein, die Eingangsbesoldung von A 9 nach A 10 anzuheben. Die Besoldung im Beamtenbereich gilt es insgesamt auf den Prüfstand zu stellen, gerade angesichts des Fachkräftemangels und der Attraktivität des öffentlichen Dienstes im Vergleich mit der freien Wirtschaft. Er freute sich darüber, dass die leistungshemmende Stellenobergrenzenverordnung für den kommunalen Bereich endlich aufgehoben wurde. Auch auf die immer noch höhere Wochenarbeitszeit bei Beamten und nicht nachvollziehbare Veränderungen im Reisekostenrecht ging er ein. Ebenso stellte er auch noch einmal klar, dass ein Streikrecht mit dem Berufsbeamtentum nicht vereinbar ist. Allerdings resultiere daraus auch der Anspruch auf eine angemessene Alimentation, was auch die Pension mit einschließt. Er freute sich zudem über einen sensationellen Erfolg bei der Werbung der neuen Studierenden an den Hochschulen.
 
Für Ihre langjährige Mitgliedschaft konnten die nachfolgenden Mitglieder geehrt werden:
25 Jahre: Rainer Fünfgelder, Jürgen Koblischke, Klaus Roos
40 Jahre: Hans Beisswanger, Friedrich Kopper
50 Jahre: Hartmut Bellinger, Bernd Schweizer
Harald Gentsch und Lars Freytag wiesen darauf hin, dass es ihnen immer ein ganz besonderes Anliegen ist, langjährige Mitglieder des Verbandes zu ehren. Wenn jemand so lange Zeit dem Verband die Treue hält, so ist das schon etwas ganz Besonderes.
Von den zu Ehrenden war Hartmut Bellinger persönlich anwesend und nahm die Ehrennadel, die Urkunde und ein Weinpräsent entgegen.
 
Mit einem leckeren Vesper, das anlässlich des 125-jährigen Bestehens vom VdV gesponsert wurde, klang die Kreisversammlung in gemütlicher Runde aus.

Der Jubilar Hartmut Bellinger eingerahmt vom Kreisvorsitzenden Lars Freytag (rechts) und dem Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch (links)


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