Böblingen

Kreisverbandsvorsitzender:
Johann Singer, Bürgermeister
johann.singer@steinenbronn.de

Nächste Kreisversammlung:
Donnerstag, 24. Oktober 2019
16:00 Uhr Bäckerei und Konditorei Treiber GmbH
Gottlieb-Daimler-Str. 2, 71144 Steinenbronn

Bericht über die Kreisversammlung am 25. Oktober 2018

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Dr. Detlef Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Böblingen, folgte anschließend sein Impulsvortrag. Er gab einen sehr interessanten Überblick über das Finanzinstitut im Landkreis Böblingen. Die Kreissparkasse Böblingen gehört mit über 1.100 Mitarbeitern/innen und über 80 Auszubildenden zu den großen Arbeitgebern im Landkreis. Mit einer Bilanzsumme von 8,1 Mrd. EUR befindet sich die Kreissparkasse bundesweit unter den TOP 30 der Sparkassen. Das Landkreis-Ranking 2018 von Focus Money sieht den Landkreis Böblingen als wirtschaftsstärkste Region in Deutschland. Auf Erstaunen stieß seine Aussage, dass auch die Kreissparkasse Böblingen vom Fachkräftemangel betroffen ist. Mit Spenden und Sponsoring in Höhe von 1,2 Mio. EUR im Jahr 2017 unterstützte die Kreissparkasse z. B. Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Vereine im Landkreis Böblingen.
Als große Herausforderungen nannte der Vorstandsvorsitzende Dr. Detlef Schmidt die Themen Konfrontation der Sparkassen mit der dramatischen Regulierungsflut sowie auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Der Ergebnisrückgang durch die Niedrigzinsphase gewinnt an Fahrt, dennoch attestiert die Bundesbank den Sparkassen in Baden-Württemberg eine hohe Widerstandskraft. Mit der Information, dass die digitalen Zugangswege immer öfter genutzt werden, schloss Dr. Schmidt seine beeindruckenden Ausführungen. Er stand anschließend zur Diskussion und Fragestellung Rede und Antwort. Die Anwesenden machten davon ausgiebig Gebrauch.
Der Kreisvorsitzende bedankte sich bei Herrn Dr. Schmidt für die Gastfreundschaft der Kreissparkasse und überreichte ein Weinpräsent.
Der Kreisvorsitzende Johann Singer und der Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch zeigten sich bei der Eröffnung der Kreisversammlung und der anschließenden Begrüßung über die zahlreiche Teilnahme sehr erfreut. Der Kreisvorsitzende nannte danach einige statistische Daten. Die Mitgliederstatistik des Kreisverbands weist 321 Mitglieder bei einem Durchschnittsalter von 48 Jahren aus. Einem Mitgliederzuwachs von 27 Kolleginnen und Kollegen standen 11 Austritte gegenüber. Zu der positiven Entwicklung gab es leider auch traurige Anlässe. Im Berichtszeitraum sind vier Mitglieder verstorben. Die Anwesenden erhoben sich zu deren Gedenken von ihren Plätzen.
Als wichtige Themen seit der letzten Kreisversammlung nannte der Kreisvorsitzende die Pensionshöhe. Hier fordert der Bund der Steuerzahler nach wie vor eine Übertragung des Nachhaltigkeitsfaktors bei den Renten auch auf die Pensionen. Dies ist falsch, da Renten und Pensionen nicht miteinander vergleichbar sind. Des Weiteren nannte er die Besoldung und Versorgung der Beamten in Baden-Württemberg. Hier bleibt abzuwarten, was die nächste Runde der Verhandlungen bringen wird; eine inhalts- und zeitgleiche Übertragung auch auf die Beamten und Versorgungsempfänger sei längst überfällig. Wichtig ist für die Zukunft ebenso die Rücknahme der Reduzierung des Beihilfesatzes von 70 % auf 50 %. Dies muss mit Nachdruck eingefordert werden. Positiv vermerkte der Kreisvorsitzende, dass nach derzeitiger Lage der Dinge die Bürgerversicherung nicht kommen wird.
Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch berichtete anschließend in seiner berufspolitischen Rundschau über die aktuelle Situation. Nach wie vor war zum damaligen Zeitpunkt das größte Ärgernis die Absenkung der Eingangsbesoldung für die jungen Kolleginnen und Kollegen. Diese Ungerechtigkeit ist in der Zwischenzeit Geschichte. Erst das Bundesverfassungsgericht musste diesem „Treiben“ ein Ende setzen und hat die Absenkung für verfassungswidrig erklärt. Darauf musste die Landesregierung reagieren und hat durch die Finanzministerin Sitzmann erklären lassen, dass nunmehr auch die zurückliegenden Jahrgänge die einbehaltenen Bezüge erstattet bekommen, ergänzend zu der Abschaffung der Absenkung seit dem 1. Januar 2018.
Unberührt von dieser Entwicklung bleibt die Forderung des Verbandes, die Eingangsbesoldung für den gehobenen Verwaltungsdienst von A 9 auf mindestens A 10 anzuheben. Ferner muss generell die Besoldungshöhe im mittleren Segment angehoben werden. Hier wird eine weitere Verfassungsklage angedroht, da dort das Alimentationsprinzip nicht mehr gewährleistet ist.
Nach wie vor ist die Wochenarbeitszeit von 41 Stunden für die Beamtinnen und Beamten in Baden-Württemberg ein Streitpunkt mit der Landesregierung. Hier ist eine Korrektur dringend erforderlich.
Das 125-jährige Verbandsjubiläum war für Harald Gentsch Anlass, stolz auf die erfolgreiche Arbeit und die Geschichte des VdV zurückzublicken. Aus diesem Anlass wurde in der Sparkassenakademie Baden-Württemberg ein Festakt im Beisein der Landtagspräsidenten Muhterem Aras und des dbb-Bundesvorsitzenden Ulrich Silberbach durchgeführt, der sehr erfolgreich war. Verbandsmitglied Ministerpräsident a. D. Erwin Teufel hielt eine vielbeachtete Festrede. Anlässlich des Jubiläums wurde vom Verband bei der Deutschen Post eine Sonderbriefmarke in Auftrag gegeben. Jeder Versammlungsteilnehmer erhielt aus den Händen von Harald Gentsch ein Briefmarkenheftchen mit dieser Sonderbriefmarke als Erinnerung.
Eine große Freude und Ehre war es Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch und Kreisvorsitzendem Johann Singer, den Dank und die guten Wünsche einer beeindruckend stattlichen Zahl von Jubilaren für 25, 40, 50 und 60 Jahren Verbandsmitgliedschaft auszusprechen. Durch gesundheitsbedingte Umstände konnten leider nicht alle Kolleginnen und Kollegen die Ehrung persönlich wahrnehmen. An dieser Stelle übermitteln wir Ihnen nochmals unsere Gratulation und die guten kollegialen Wünsche aus unserer Mitte. Die Glückwunsch-Urkunden und Ehrennadeln wurden an folgende Kolleginnen und Kollegen übergeben bzw. übersandt:
25 Jahre Mitgliedschaft:
Thomas Bohner, Roland Hoffmann, Arnd Jocher, Reimund Lange.
40 Jahre Mitgliedschaft:
Helmut Bauer, Andreas Böhm, Ursula Hein, Herbert Mittnacht, Wolfgang Schick.
50 Jahre Mitgliedschaft:
Gerhard Blöchle, Walter Gorhan, Monika Kaiser, Olga Seiz, Dieter Weber, Alfred Weitbrecht, Manfred Weller, Mechthild Wilke, Roland Zatti.
60 Jahre Mitgliedschaft:
Günther Ansel.
Ein weiterer wichtiger Punkt war anschließend die Wahl des Kreisvorstandes. Jeweils einstimmig wurden der seitherige Kreisvorsitzende, Kollege Johann Singer, Bürgermeister in Steinenbronn und sein Stellvertreter, Professor Wolfgang Rieth, wiedergewählt.
Unter dem Beifall der anwesenden Kolleginnen und Kollegen gratulierte Verbandsgeschäftsführer Harald Gensch den Wiedergewählten und dankte Ihnen für ihre seitherige Arbeit und die Bereitschaft, weiterhin für den Verband tätig zu sein und sich für die Interessen der Beamtenschaft einzusetzen.
 

Interessierte Zuhörer bei einem Vortrag des Vorstandsvorsitzenden der KSK, Herrn Dr. Schmidt

Die Jubilarehrung, von links: Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch, stellvertretender Kreisvorsitzender Prof. Wolfgang Rieth und die Jubilare Alfred Weitbrecht, Dieter Weber, Walter Gorhan (alle 50 Jahre), Arnd Jocher (25 Jahre), Wolfgang Schick (40 Jahre) und Kreisvorsitzender Johann Singer


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