Kreisverband Emmendingen

Klaus Nunn

Kreisverbandsvorsitzender:
Klaus Nunn
n.nunn@t-online.de

Nächste Kreisversammlung:
2019

Kreisversammlung 2018

Vor 22 Jahren tagten die Mitglieder des Kreisverbandes Emmendingen in der historischen Kaiserstuhlstadt Endingen auf Einladung des damaligen Bürgermeisters. Bei der diesjährigen Kreisversammlung am selben Ort hieß der Bürgermeister immer noch Hans-Joachim Schwarz (siehe Interview in der Verwaltungszeitung 4/18). Er ließ es sich nicht nehmen, zum Ende seiner dritten Amtszeit seine Verbandskollegen nochmals ins Alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert einzuladen.
 
Kreisvorsitzender Klaus Nunn zitierte in seiner Begrüßung die Überschrift des damaligen Presseartikels „Verwaltungsbeamte wollen mehr Arbeitsplätze für Berufsanfänger“. Heute müsse es heißen: „Verwaltungsbeamte wollen mehr Berufsanfänger für die freien Arbeitsplätze“. Mehr Studienplätze an den Hochschulen für öffentliche Verwaltung sehe der Verband seit Jahren als notwendig an wie auch die Reduzierung der Arbeitszeit der Beamten auf das Niveau der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst gefordert werde.
 
Geschäftsführer Harald Gentsch konnte hierzu auf den aktuellen Diskussionsstand zwischen Landtagsfraktionen, Landesregierung und Beamtenbund eingehen. Das Land müsse sich angesichts sprudelnder Steuereinnahmen, Alimentationsverpflichtung und leergefegtem Arbeitsmarkt um eine bessere Finanzausstattung seiner Staatsdiener kümmern. Das gelte vor allem für die Rücknahme der Beihilfeverschlechterung sowie für eine inhalts- und zeitgleiche Übernahme des Tarifabschlusses im kommenden Jahr. Der größte Erfolg des Verbandes sei zweifellos gewesen, dass die Senkung der Eingangsbesoldung nicht wie im Koalitionsvertrag vorgesehen erst nach der Legislaturperiode, sondern mit Beginn dieses Jahres zurückgenommen wurde.
 
Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz entführte die ansehnliche Schar an Mitgliedern in die lange Geschichte der einst österreichischen Exklave. Start war im Sitzungsgebäude, das auch als Heimatmuseum dient. Ein kleiner Rundgang führte über gepflasterte Straßen bis zur Peterskirche. Anhand eines dortigen Puttenkopfes mit Narrenkappe stellte Schwarz dar, wie tief die 5. Jahreszeit in der Bevölkerung verwurzelt ist.
 
Und es gab außergewöhnliche Ehrungen: Richard Bäuerle ist seit 60 Jahren Mitglied des VdV. Er war Bürgermeister von Rheinhausen im Landkreis Emmendingen, vor der Gemeindereform Bürgermeister in Unzhurst, heute Teil von Ottersweier im Landkreis Rastatt. 50 Jahre Mitgliedschaft kann Wolfgang Werner vorweisen, zuletzt Leiter des Bauordnungsamts beim Landratsamt Emmendingen. Willi Weber ist seit 40 Jahren mit dabei. Er ging als Hauptamtsleiter der Gemeinde Ringsheim im Ortenaukreis in Pension. Ebenfalls im Ruhestand auf 25 Jahre Mitgliedschaft kann Karl-Heinz Jeworowsky blicken. Er war zuletzt Stellvertretender Leiter des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Emmendingen. Noch voll im Arbeitsleben steht dagegen Lars Brügner mit ebenfalls 25 Jahren Mitgliedschaft. Er ist Bürgermeister von Vörstetten im Landkreis Emmendingen.
 
Endingen wäre nicht Endingen ohne seinen Wein. Diesen zu verkosten galt es im tiefen Gewölbekeller. Hier entwickelten sich noch gute Gespräche, an gemeinsame Taten wurde erinnert, Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft.

Jubilare beim Kreisverband Emmendingen (von links) VdV-Geschäftsführer Harald Gentsch, Bürgermeister i. R. Richard Bäuerle (60 Jahre),  Bürgermeister Lars Brügner (25 Jahre), Wolfgang Werner (50 Jahre), Willi Weber (40 Jahre), Gastgeber Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz, Karl-Heinz-Jeworowsky (25 Jahre) und Kreisvorsitzender Klaus Nunn – Foto Dieter Schille


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