Kreisverband Rottweil

Kreisvorsitzender
Hans Mauch
mauch.vdv@web.de

Nächste Kreisversammlung:
2020

Kreisversammlung 2019


Die Mitglieder des Kreisverbandes Rottweil trafen sich zu ihrer ersten Versammlung in diesem Jahr bei der Firma Bucher-Stahl im Zimmerner Industriegebiet InKom.
Im Anschluss an die Besichtigung konnte Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch und Kreisvorsitzender Hans Mauch die Mitglieder Brigitte Stein und Paul Gruler für 25 Jahre, Erika Merkt und Joachim Schmoll für 50 Jahre und Bruno Heinzelmann für 60 Jahre Mitgliedschaft ehren. Beide bedankten bei den Geehrten für ihre langjährige Mitgliedschaft und betonten, daß eine Mitgliedschaft im Berufsverband früher wichtig war, heute aber mindestens genauso wichtig ist.
Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch berichtet zum aktuellen Berufsgeschehen. Es sei erfreulich, daß bei den diesjährigen Gehaltserhöhungen das Ergebnis zeit- und inhaltsgleich wie bei den Tarifverhandlungen auf die Beamten übernommen wird. Ebenso ist die Aufhebung der Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsanfänger zum Jahresbeginn 2018 aufgehoben worden. Leider kam diese Änderung erst aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungerichts.
Zu den weiterhin bestehenden Forderungen des Verbandes gehört die Verbesserung der Eingangsbesoldung mit A 10 sowie die Abschaffung der dauerhaften Absenkung des Beihilfesatzes für neu eingestellte Beamte, da sie eine erhebliche Kürzung des Gehaltes aufgrund der höheren Beiträge zur privaten Krankenversicherung darstellt. Weiter stehen auf der Agenda die Einführung eines Lebensarbeitszeitkontos sowie die Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 39,5 Stunden entsprechend dem Tarifbereich. Der Verbandsgeschäftsführer sprach sich ausdrücklich gegen eine Bürgerversicherung aus, da entgegen mehrfachen Behauptungen, die Bürgerversicherung durch die Mitgliedschaft der Beamten keine Entlastung erfahren würde, im Gegenteil. Die Frage der amtsangemessenen Alimentation wurde ausgiebig diskutiert, da diese bei den Besoldungsgruppen A5/A6 nicht mehr gegeben sei. Eine Anpassung hätte erhebliche Auswirkungen auf das Besoldungsgefüge, weil dementsprechend die weiteren Besoldungsgruppen angepasst werden müssten. Nach derzeitigen Überlegungen wird von Seiten des Beamtenbundes wohl Verfassungsklage erhoben werden. Eine weitere Forderung ist die Anpassung der Versorgung hinsichtlich der Auswirkung der verbesserten Mütterrente im Tarifbereich.
Vermisst wird auch die verbesserungswürdige Wertschätzung der Mitarbeiter durch die Dienstherren, da sich insbesondere im Landesbereich dies im Wesentlichen auf Lippenbekenntnisse reduziert.
Weiter berichtete Verbandsgeschäftsführer Gentsch, daß das Streikrecht für Beamte in Deutschland mit dem Berufsbeamtentum nicht vereinbar sei, insoweit besteht innerhalb der EU ein Alleinstellungsmerkmal für Deutschland.
Die Mitglieder Regina Steimer und Martin Weiss wurden als Delegierte bzw. Ersatzdelegierter zur Vertreterversammlung des Verbandes im Jahre 2020 gewählt.
Am 22. Oktober 2019 ist die nächste Kreisversammlung in Deißlingen geplant mit Besichtigung der Firma Schuler Rohstoffe.

Die Versammlungsteilnehmer auf  der Terrasse des B-Towers
Die geehrten Mitglieder (von links): Erika Merkt, Paul Gruler und Brigitte Stein mit Verbandsgeschäftsführer Harald Gentsch

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